Harz: Großbrand einer Schweinemastanlage › reportsan.de

Landkreis Harz – Am Freitag, 14.01.2022 geriet aus bislang ungeklärter Ursache gegen 09:25 Uhr eine Schweinemastanlage in Ballenstedt-Asmusstedt in Brand.

Nach derzeitigem Erkenntnisstand befinden sich ca. 500 Schweine in dem Gebäude. Mehrere Kameraden der Feuerwehren sind gegenwärtig mit den Löscharbeiten beschäftigt. Derzeit ist die Verbindungsstraße zwischen Ballenstedt und Badeborn für den Durchgangsverkehr gesperrt. Aufgrund der Rauchentwicklung werden Anwohner der betroffenen Ortschaften gebeten, Türen und Fenster zu schließen.

+++ Update +++

Fotos: Polizei

Infolge des Brandgeschehens erlitten vier Mitarbeiter des betroffenen Unternehmens bei der Rettung von ca. 2000 Schweinen aus dem betroffenen Brandobjekt, welche auf einen Lkw verladen und in eine gegenüberliegende Stallung verbracht wurden, eine Rauchgasvergiftung. Darüber hinaus erlitten drei Kameraden der Feuerwehr bei den Löscharbeiten ebenfalls eine Rauchgasvergiftung. Die insgesamt sieben verletzten Personen wurden stationär im Klinikum aufgenommen.

Ein Übergreifen der Flammen auf ein zweites Stallgebäude, in dem 1900 Schweine untergebracht sind, konnte durch den Einsatz der Kameraden der Feuerwehr verhindert werden. Die Löscharbeiten des in Brand geratenen Stallgebäudes, in dem insgesamt ca. 4000 Schweine untergebracht waren, dauern derzeit noch an. Gegenwärtig wird durch Mitarbeiter des Technischen Hilfswerks (THW) das Dach abgetragen, um die Brandherde zu lokalisieren und diese in weiterer Folge abzulöschen. Insgesamt sind ca. 2000 Schweine den Flammen zum Opfer gefallen und verendet. Der entstandene Gesamtschaden beträgt ersten Schätzungen zufolge bis zu fünf Mio. Euro. Zum gegenwärtigen Zeitpunkt kann aufgrund des Ausmaßes des Brand-geschehens und der Hitze im Brandobjekt erst nach Abschluss der Löscharbeiten, die bis in den morgigen Tag hinein andauern wer-den, frühestens am kommenden Montag die Brandursachenermittlung fortgesetzt und mit dem Abtransport der verendeten Tiere begonnen werden.

Neben mehreren Polizeibeamten waren insgesamt 105 Kameraden der Feuerwehr mit 30 Fahrzeugen, 13 Einsatzkräfte des THW mit drei Fahrzeugen und 26 Einsatzkräfte des Rettungsdienstes mit 13 Fahrzeugen im Einsatz.