Corona-Verdachtsfall im Intercity – Einsatz der Bundespolizei auf dem Hauptbahnhof Magdeburg

Am Dienstag, den 24. März 2020 wurde die Bundespolizeiinspektion Magdeburg gegen 20.30 Uhr durch die Deutsche Bahn über einen Corona-Verdachtsfall in einem Intercity auf der Strecke Hannover – Leipzig informiert.

Im Zug befand sich eine 36-jährige, deutsche Frau mit ihrem Sohn, die den Zugbegleiter anwies, auf Abstand zu bleiben, da sie nicht ausschließen kann, Trägerin des neuartigen Virus zu sein.

Daraufhin informierte die Bundespolizei die Rettungsleitstelle, nahm Kontakt mit den Sicherheitsmitarbeitern der Bahn vor Ort auf und leitete umgehend alle erforderlichen Maßnahmen für die Ankunft des Zuges auf dem Hauptbahnhof Magdeburg ein.

Unter anderem wurde der Treppenaufgang zu dem Ankunftsgleis sowie Gleis 5 gesperrt. Nach Einfahrt des Zuges auf Bahnsteig 6 um 21.00 Uhr blieben die Türen zunächst verschlossen und die eingesetzten Bundespolizisten nahmen Kontakt zu dem Zugpersonal und anschließend zu der Frau auf. Sie gab nun an, dass sie aus Portugal eingereist sei und den Abstand zum Zugbegleiter eingefordert hatte, um sich selbst nicht zu infizieren. Der eingetroffene Rettungsdienst untersuchte die Betroffene und stellte keinerlei Symptome bei ihr fest. Ihr wurde daraufhin die Weiterreise gestattet. Neben der Frau und ihrem Kind befanden sich 14 weitere Reisende sowie der Triebfahrzeugführer und zwei Kundenbetreuer im Zug. Diese wurden über den Sachverhalt in Kenntnis gesetzt. Die Mitreisenden reagierten insgesamt sehr besonnen und folgten den Anweisungen der Bundespolizisten. Alle füllten die sogenannten Aussteigerkarten aus, die an das zuständige Gesundheitsamt weitergeleitet wurden. Der Intercity setzte seine Fahrt mit einer Verspätung von 38 Minuten um 21.38 Uhr fort.

Text: Bundespolizeiinspektion Magdeburg